Sind
Verkäufer noch gefragt?
Über den Bedarf guter VerkäuferInnen |
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Prolog
Das allgemeine Image der VerkäuferInnen
im Außendienst ist in weiten
Kreisen nicht sehr positiv. Bald kennt man ein negatives Beispiel, das "pars pro toto"
für den gesamten VerkäuferInnenstand spricht. Warum
ist das so? Werden VerkäuferInnen
als notwendiges Übel gesehen?
Das Angebot an Produkten wird immer vielfältiger, Produkte
werden immer ähnlicher. "Gott sei Dank" gibt es
das Internet. Fast jede Information ist über dieses Medium
zu holen. Mit wenigen "Klicks" kommt man zu seinem Produkt. Wer braucht da noch VerkäuferInnen?
Die Existenz Ihres Unternehmen hängt wesentlich davon ab,
dass die Kunden bevorzugt Produkte Ihres Unternehmens kaufen. Dafür sind gute Verkäufer mehr denn je gefragt.
Gibt es sie, die "wirklich
Guten"?
(Größe dieses Artikels circa
fünf A4-Seiten, Hochformat)
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In diesem Artikel lesen Sie:
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Das Image der VerkäuferInnen
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Woher
kommt es, dass besonders in Mitteleuropa das Image
der VerkäuferInnen a priori nicht besonders gut ist? Nimmt
man den VerkäuferInnen übel, dass sie ihre Aufgabe ernst
nehmen? Sind VerkäuferInnen zu aufdringlich? Ist es Unsicherheit
auf der Käuferseite?
"Die wollen immer was verkaufen"
heißt es auf der Seite der Käufer. Klar, das ist die Aufgabe
der VerkäuferInnen. Das Verkaufen-Wollen allein kann es wohl
nicht sein, oder?
"Die verlangen viel zu hohe Preise"
ist ein Vorwurf, den man oft hört. Ehrlich, wer schaut nicht
auf seinen Vorteil? Wem kann man vorwerfen "gute Preise"
erzielen zu wollen?
"Die sitzen nur im Cafe-Haus und lassen es sich gut gehen"
hört man fallweise vom Innendienst. Stimmen die Umsätze,
werden die Gewinne erreicht? Darauf sollte der Focus gerichtet sein
und nicht aus den persönlichen Gepflogenheiten ein Berufsimage
ableiten.
Kann eine andere Sicht das Image
der VerkäuferInnen verbessern?
Natürlich gibt es VerkäuferInnen, die "Fehler"
machen. Vielleicht sind sie nicht besonders motiviert, nicht ausreichend
geschult, oder haben eine geringe professionelle Einstellung zu ihrem
Beruf. Vielleicht sind auch nur unsympathisch. Mit Sicherheit ein
geringer Prozentsatz unter den VerkäuferInnen. Einzelne
negative Erfahrungen sollten nicht auf den gesamten Berufsstand der
VerkäuferInnen extrapoliert werden. |
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Werden VerkäuferInnen noch gebraucht?
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VerkäuferInnen
gehen selbstsicher und aktiv auf Kunden zu und bieten Nutzen. Manchmal
haben Kunden Bedenken, Vorurteile, Hemmungen, Angst vor der eigenen
Entscheidung, zu wenig Kenntnisse oder sind Neuerungen gegenüber
abgeneigt.
Gute VerkäuferInnen zeigen Verständnis für den Kunden
und bringen Kunden sanft und konsequent zu ihren Vorteilen.
Kunden sind dafür dankbar.
Daher werden gute VerkäuferInnen immer gebraucht. |
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Wer wünscht sich gute VerkäuferInnen?
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Einkäufer:
Gute Einkäufer wünschen sich gute Verkäufer, die neue
Informationen bringen, die eine klare Sprache sprechen, ein angenehmes
Auftreten zeigen, die einen eindeutigen Nutzen bieten, Preise selbstbewusst
rechtfertigen.
Gute Einkäufer sind partnerschaftlich, verhalten sich nicht "von
oben herab" und haben es nicht notwendig "ihre Einkäufer-Macht"
spüren zu lassen. Gute Einkäufer wissen genau was sie wollen
und treffen klare Kaufentscheidungen.
Wenn Einkäufer ein mögliches "Nein" nicht klar
signalisieren, weil sie meinen, dann vielleicht doch auf irgendwelche
Vorteile zu verzichten, fordern sie die Aktivität des Verkäufers
heraus. Die Aufgabe der VerkäuferInnen ist es zu verkaufen.
Verkaufen!Verkaufsinnendienst:
Gute InnendienstmitarbeiterInnen wünschen sich gute VerkäuferInnen,
die das verkaufen, was das Unternehmen anzubieten hat und keine "Wunderlösungen".
Ein "guter" Verkaufsinnendienst unterstützt den Verkaufsaußendienst.
Und trägt somit zur Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze
bei. |
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Verkaufen ist ein Win-Win-Spiel
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Ein
Vergleich mit dem Tennis-Sport:
Ein Tennis-Spiel ist meistens um so schöner, je besser die beiden
Spieler sind. Beide beherrschen alle Varianten des aktiven Spiels
genauso wie die Methoden der Verteidigung. Jeder weiß bei jedem
Schlag mit dem Ball was er will. Beide Spieler freuen sich über
das herausfordernde Spiel und sind auch nach dem Spiel "gute
Freunde". Egal wer nach Punkten gewonnen hat.
Auch Verkäufer und Einkäufer "spielen" täglich
ihr Spiel.
Gute Verkäufer freuen sich darauf mit guten Einkäufern zu
verhandeln. |
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Ansichten guter VerkäuferInnen
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• Ist
Verkaufen heute anders als vor X-Jahren?
Ja, verkaufen ist heute methodisch anders als in den letzten Jahrzehnten.
Was gleich geblieben ist, ist der Wunsch der Kunden nach der Vertrauensebene
von Mensch zu Mensch.
(Verkaufen von A bis Z)
• Wie
wichtig ist im Verkauf die Menschenkenntnis?
Sehr wichtig! Seine eigenen Vorlieben richtig zu kennen, über
seine Denkweisen, Methoden und Motive Bescheid zu wissen; ebenso die
Eigenschaften der Kunden wahrzunehmen und wertfrei einzuschätzen
und sich im Verkaufsgespräch darauf einzustellen; beides
sind die Basis für erfolgreiches Verkaufen.
•
Wie kann ich als VerkäuferIn im Außendienst optimal überzeugen?
Eigentlich einfach: authentisch sein, Ehrlichkeit ausstrahlen, am
Kunden als Mensch interessiert sein, und ... (siehe Antworten auf
die weiteren Fragen).
(Die Stärken der VerkäuferInnen)
• Darf ich als VerkäuferIn ein "Nein" überhaupt
akzeptieren?
Wenn es vom Einkaufenden eindeutig formuliert wird dann selbstverständlich,
ein klares Nein ist sogar besser als ein "vielleicht". So
kann ich mich als VerkäuferIn Kunden zuwenden, die konkretes
Interesse zeigen.
•
Ist es moralisch erlaubt die Motive des Kunden anzusprechen?
Natürlich! Es zeigt vom Interesse am Kunden, wenn ich als VerkäuferIn
genau die Motive des Kunden erkenne und meine Argumentation darauf
ausrichte.
•
Es ist noch "modern", Abschlussversuche zu unternehmen?
Das ist die Aufgabe der VerkäuferInnen! Wenn wir keine Abschlussversuche
unternehmen ist der Kunde sogar verunsichert. "Ist der von seinen
Produkten gar nicht überzeugt, dass er mir gar nichts verkaufen
will?" denkt der Kunde und weiter "vielleicht habe ich meine
Zeit unnötig in das Gespräch investiert".
•
Wie erkenne ich, dass der Kunde kaufen (den Vertrag unterschreiben)
möchte?
Gute VerkäuferInnen achten auf die Kaufsignale des Kunden. Den
Kunden wahrnehmen, zuhören, seine körpersprachlichen Signale
richtig deuten, sind wesentliche Faktoren für ein "gutes
Verkaufen".
(Abschlusssignale erkennen)
• Ist
es moralisch gerechtfertigt gute Preise -
gute Deckungsbeiträge - zu verlangen?
Selbstverständlich. Unternehmen, die keine Gewinne erzielen sind
asozial! (weil sie keinen Beitrag zur Gemeinschaft leisten = Steuern
zahlen).
•
Muss ich im Verkauf kämpfen?
Eigentlich nicht. Kampf bringt meistens Sieger und Verlierer. Die
"Win-Win-Strategie" dagegen macht Einkäufer und Verkäufer
zu "Gewinnern". Natürlich muss der gute Verkäufer
seinen Beitrag für seinen Gewinn leisten. (= nutzenorientiert
argumentieren)
•
Sollen VerkäuferInnen "Techniken" beherrschen?
Selbstverständlich! Abschlusstechnik, Fragetechnik, Argumentationstechnik
sind Beispiele für das Handwerkzeug guter VerkäuferInnen.
Ohne guter Technik kommt kein "gutes Spiel" zustande. (siehe
Tennis-Beispiel)
•
Darf ich etwas verkaufen, das der Kunde nicht braucht?
Nein! Wir brauchen zufriedene Kunden. Wir brauchen Kunden, die einen
Nutzen aus unseren Angeboten ziehen. Gute VerkäuferInnen können
das gut unterscheiden.
• Muss ich als VerkäuferIn von meinem Produkt voll überzeugt
sein?
Nein, muss ich nicht. Ich muss von den Vorteilen für den Kunden
überzeugt sein. Möglicherweise kommt das Produkt, das ich
verkaufe, für mich als VerkäuferIn nie in Frage. Daher kann
ich für mich selbst gar nicht davon überzeugt sein.
• Sollen Top-VerkäuferInnen alle Argumente,
die für ihr Produkt sprechen, kennen?
Kennen ja, aber nicht bei jedem Kunden alle Argumente präsentieren,
sondern genau die, die für den Kunden zutreffen.
• Müssen sich "gute VerkäuferInnen" mit den Produkten
100 % identifizieren?
Nein, müssen sie nicht. Sie dürfen nur keinen psychologischen
Schaden erleiden, wenn einzelne Kunden ein klares Nein aussprechen.
•
Müssen VerkäuferInnen immer die Wahrheit sagen?
Uneingeschränkt ja! Wenn ich als Verkäufer gefragt werde,
sage ich die Wahrheit! Ehrensache! Ich muss aber nicht möglicherweise
subjektive "Nachteile" unaufgefordert in den Vordergrund
stellen.
•
Wie wichtig ist der "menschliche Faktor"?
Sehr wichtig! Verkauft wird weitestgehend über die Beziehungsebene.
Produkte werden immer ähnlicher, die Auswahl immer größer,
was soll der Kunde kaufen, wenn er zum Verkäufer kein Vertrauen
hat?
•
Wie kann ich den Kunden überzeugen?
Vertrauen aufbauen, ehrliches Interesse am Kunden zeigen, die richtigen
Fragen stellen, die persönlichen Motive ansprechen und den individuellen
Nutzen für den Kunden argumentieren.
•
Wie weiß ich, was der Kunde will?
Einfach die richtigen Fragen mit der richtigen Methode stellen.
z. b. mit der SPIN-Technik.
•
Wie wichtig ist Auftreten, Kleidung, Verhalten?
"Man kauft nur von Siegern" heißt es. Man weiß
heute noch genau wer als erster den Atlantik im Flugzeug überquert
hat. Kaum jemand kennt den zweiten. Erfolgreiche Sieger zeigen Stil.
(Mit Stil zu mehr Verkaufserfolg)
Siegern sieht man an, dass sie Sieger sind. |
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Gute
VerkäuferInnen werden gebraucht.
Dass gute VerkäuferInnen
ihre Aufgaben "das Verkaufen" engagiert wahrnehmen, sollte
man ihnen nicht vorwerfen.
Gute VerkäuferInnen nehmen
ihren Beruf ernst und sind mit Freude dabei.
Wenn gute Einläufer die
Verkäufer fair und partnerschaftliche behandeln, läuft die
Kommunikation für beide erfolgreicher.
Ein klares "Nein" des Einkäufers
ist dem Verkäufer lieber als ein "vielleicht".
Der Innendienst sollte den Außendienst wegen seiner Arbeit wertschätzen,
und umgekehrt.
Gute VerkäuferInnen trainieren
regelmäßig um "gut" zu sein.
Feed back sehr gewünscht.
Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir freuen uns auf einen Meinungs-Austausch. |
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Trainings für gute VerkäuferInnen
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Für
Trainings guter VerkäuferInnen stehen die
TrainerInnen von diversitytraining
gern zur Verfügung. Einige davon trainieren schon seit 25 Jahren
im Verkauf. Sie beobachten die aktuellen
Trends und schauen gern über
den österreichischen Tellerrand (Grenzen), um andere "aum
laufenden zu sein".
Individuelle Coachings, z. B. Feldtraining ergänzen, zusätzlich
zu den Trainings, die Weiterentwicklung der Verkäufer im Außendienst
Die konkreten Angebote finden Sie auf der
Bereichsseite
für Verkaufstrainings - diversity selling |
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Dieser
Fachartikel wird in Kooperation mit news2use veröffentlicht.
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